
Kadscharische Lithografie: Persische Bücher vom Stein
Warum der Steindruck der fließenden persischen Kalligrafie entsprach und wie Drucker und Illustratoren das Medium gemeinsam prägten.
Die kadscharische Lithografie bezeichnet die weite Verbreitung des chemischen Steindrucks im Iran des neunzehnten Jahrhunderts. Diese Technologie erlaubte die originalgetreue Vervielfältigung persischer Bücher, die sowohl feine Kalligrafie als auch Illustrationen enthielten.
Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.
Material, Konstruktion und Nutzung
Da beim Steindruck fetthaltige Tinte mit Feder oder Pinsel direkt aufgetragen wurde, blieb der fließende Charakter der Nastaliq-Schrift erhalten. Ein Netzwerk aus Kalligrafen, Illustratoren, Druckern und Mäzenen kooperierte eng, wobei Druckplatten oft mehrfach verwendet wurden.
So lässt es sich richtig erkennen
Druck und Handschrift bildeten im Iran keine Gegensätze; lithografische Bücher imitierten bewusst die Rahmen und Zierleisten von Manuskripten. Zudem war die Lithografie kein Garant für billige Massenware, da Auflagenhöhen, Papierqualitäten und Leserschaft stark variierten.
Quellen
- Library of Congress: Persian-Language Rare Materials — Qajar print holdings and bibliographic evidence.
- Library of Congress: A Thousand Years of the Persian Book — book production and historical transitions.
- The Met: Nineteenth-Century Iran and Modernity — Qajar visual culture and new technologies.





