
Mina’i-Gefäße: Wie persische Töpfer über dem Glasur malten
Wie Mina’i-Keramik Unterglasurfarben, eine klare Glasur und ein zweites Brennen für detaillierte Figuren und Hofdarstellungen im Iran der Seldschukenzeit kombinierte.
Mina’i-Keramik wurde im Iran Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts als Luxusware gefertigt. Töpfer nutzten mehrere Mal- und Brennvorgänge, um ein breites Farbspektrum mit Figuren, Mustern und Inschriften auf einem hellen Körper zu platzieren, wobei einige Pigmente erst nach der Glasur aufgetragen wurden.
Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.
Material, Konstruktion und Nutzung
Eine zweite Niederbrandphase schützte hitzeempfindliche Farben wie Rot und Gold vor dem Hauptbrennvorgang. Diese Sequenz ermöglichte feine Kontrolle, machte Überglasurdetails jedoch anfälliger für Abrieb, sodass eine moderne Restaurierung leicht für Originalmalerei gehalten wird, wenn das Objekt nicht wissenschaftlich untersucht wird.
So lässt es sich richtig erkennen
Gefäße zeigen oft thronende Figuren oder Hofleben, doch Heiligenscheine markieren hier Status statt Heiligkeit. Der Name „Kaschan“ ist eng mit der Produktion verbunden, doch die archäologische Grundlage ist ungleich; genaue Datierungen hängen von Inschriften und Ausgrabungskontexten ab, nicht nur von politischen Ereignissen.
Quellen
- The Met: Mina’i Bowl with Bahram Gur and Azada — object data and narrative interpretation.
- The Met: Bowl with Figures and an Inscription — material and overglaze technique.
- The Met: Mina’i Bowl with Astrological Imagery — another documented use of the technique.





