
Die Maqamat des al-Hariri und al-Wasitis Malereien
Wie eine berühmte Handschrift von 1237 Reimprosa, Gesellschaftssatire, Kalligrafie und Alltagsszenen im Irak vereint.
Die Maqamat des al-Hariri sind ein Meisterwerk der arabischen Adab-Literatur des elften und zwölften Jahrhunderts, bestehend aus fünfzig Episoden in kunstvoller Reimprosa. Ihre berühmteste visuelle Ausprägung fand die Satire in der im Jahr 1237 vollendeten Prachthandschrift BnF Arabe 5847 aus dem spätzeitlichen Abbasiden-Irak.
Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.
Material, Konstruktion und Nutzung
Der Schreiber und Illustrator Yahya al-Wasiti schuf für diesen Codex eine dynamische Bildwelt, die Moscheen, Tavernen und Märkte zeigt. Die feine Naskh-Kalligrafie und die aus Mineralien gewonnenen Pigmente wurden präzise aufeinander abgestimmt, was auf einen hochgradig integrierten und von einer Hand geplanten Entstehungsprozess des Manuskripts hinweist.
So lässt es sich richtig erkennen
Man darf das Entstehungsdatum dieser berühmten Handschrift von 1237 nicht mit der Entstehung von al-Hariris Originaltext verwechseln. Zudem sind al-Wasitis stilisierte Miniaturen keine fotografisch genauen Dokumente des mittelalterlichen Alltags, sondern hochgradig kodierte visuelle Interpretationen, die für ein literarisch gebildetes Elitepublikum voller Ironie und Anspielungen stecken.
Quellen
- Bibliothèque nationale de France: Arabic Manuscript Collections — Arabe 5847, date, place and al-Wasiti.
- BnF Catalogue: Maqamat al-Hariri — manuscript and facsimile record.
- BnF: Les Séances, Manuscrit arabe — scene, library culture and textual transmission.





