Jami al-Tawarikh: Eine Weltchronik aus Täbris

Jami al-Tawarikh: Eine Weltchronik aus Täbris

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Wie Rashid al-Dins Gelehrtenkreis im frühen 14. Jahrhundert eine reich illustrierte Universalgeschichte schuf.

Das Jami al-Tawarikh (Kompendium der Chroniken) ist ein monumentales Geschichtswerk, das im frühen vierzehnten Jahrhundert vom ilchanischen Wesir Rashid al-Din in Täbris in Auftrag gegeben wurde. Ursprünglich als Geschichte der Mongolen geplant, wuchs das Projekt schnell zu einer umfassenden Universalgeschichte Eurasiens heran.

Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.

Material, Konstruktion und Nutzung

Im Skriptorium des Rab-i Rashidi arbeiteten Schreiber, Übersetzer und Maler eng zusammen. Für die Chronik wurden mongolische Stammesführer, chinesische Gelehrte, kaschmirische Buddhisten und christliche Kleriker konsultiert. Die berühmte arabische Handschrift von 1314 besticht durch Miniaturen, die chinesische, byzantinische und persische Stilelemente meisterhaft zu einer neuen Bildsprache verschmelzen.

So lässt es sich richtig erkennen

Obwohl das Werk eine beispiellose geografische und kulturelle Breite abdeckt, darf es nicht als moderne, objektive Weltgeschichte missverstanden werden. Es war ein imperiales Propagandaprojekt, das die Herrschaft der Ilchane legitimieren sollte, indem es sie visuell und genealogisch in die großen Herrscherdynastien der Weltgeschichte einreihte.

Quellen