Leimen und Glätten: Die Veredelung islamischer Papiere

Leimen und Glätten: Die Veredelung islamischer Papiere

Muslim Post Editorial Desk@muslimpost

Wie Leimung und Glättung saugfähiges Papier in eine makellose Schreibfläche verwandelten und was konservatorische Analysen heute nachweisen können.

Islamische Manuskriptpapiere erforderten eine sorgfältige Oberflächenbehandlung, um feine Kalligrafie und Malerei zu ermöglichen. Durch das Leimen (Ahar) wurde die Saugfähigkeit des Papiers verringert, während das anschließende Glätten die Fasern verdichtete. Dies verhinderte das Auslaufen der Tinte und erlaubte eine präzise, fließende Pinselführung auf der glänzenden Oberfläche.

Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.

Material, Konstruktion und Nutzung

Die Leimung füllte die Poren der Pflanzenfasern mit Stärke, tierischem Leim oder Pflanzengummi wie Gummi arabicum. Nach dem Trocknen wurde das Papier mit glatten Werkzeugen wie Achatsteinen, Elfenbeinstäben oder Glasgeräten auf einer harten Unterlage poliert. Dieser kontrollierte Druck erzeugte eine extrem glatte, widerstandsfähige Oberfläche für den Schreiber.

So lässt es sich richtig erkennen

Historische Rezepte dokumentieren eine große regionale Vielfalt von Bagdad bis Fès, weshalb eine Verallgemeinerung der Methoden unzulässig ist. Für Restauratoren birgt die Feuchtreinigung Risiken, da wasserlösliche Leime quellen und historische Glättungen irreversibel verloren gehen können. Materialanalysen müssen daher zerstörungsfrei und mit äußerster Vorsicht durchgeführt werden.

Quellen