
Der Blaue Koran: Indigopergament, Goldschrift und offene Fragen
Was indigogefärbtes Pergament, goldene kufische Schrift und silberne Verszeichen zeigen und warum Herkunft und Auftraggeber umstritten bleiben.
Der Blaue Koran war eine kostbare mehrbändige Handschrift; seine Blätter sind heute auf Sammlungen verteilt. Kein erhaltener Kolophon nennt Schreiber, Auftraggeber oder Werkstatt mit Sicherheit.
Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.
Material, Konstruktion und Nutzung
Das Pergament wurde gleichmäßig mit Indigo gefärbt und mit in einem Bindemittel suspendiertem Gold beschrieben. Silberne Verszeichen sind heute durch Oxidation geschwärzt; Querformat und gedehnte Buchstaben erzeugen einen berechneten Rhythmus.
So lässt es sich richtig erkennen
Die Handschrift wird meist ins späte 9. oder 10. Jahrhundert datiert und oft mit Nordafrika verbunden, doch andere Orte wurden vorgeschlagen. Kostbare Materialien belegen große Mittel, keinen bestimmten königlichen Auftraggeber.





