
Al-Chudschandis Riesensextant: Monumentale Präzision in Rayy
Wie ein monumentales Meridianinstrument die Sonnenhöhe maß, was al-Chudschandi in Rayy erforschte und warum schiere Größe Messfehler nicht verhinderte.
Der monumentale Mauersextant, den Abu Mahmud al-Chudschandi Ende des zehnten Jahrhunderts in Rayy errichtete, war ein stationäres Meridianinstrument zur Bestimmung der Sonnenhöhe. Durch einen enormen Radius sollten die Winkelabstände physisch vergrößert werden, um Ablesefehler an den Schattenkanten zu minimieren.
Das Titelbild ist eine eigenständige, KI-gestützte historische Rekonstruktion und kein Foto eines bestimmten Bauwerks, einer Werkstatt oder eines Objekts.
Material, Konstruktion und Nutzung
Das Instrument diente primär der Messung der Schiefe der Ekliptik, indem die solaren Höchststände zur Sommer- und Wintersonnenwende verglichen wurden. Der riesige Bogen war fest in der Meridianebene ausgerichtet, sodass der Schattenwurf des Gnomons theoretisch eine exakte Bestimmung des solaren Deklinationswinkels erlaubte.
So lässt es sich richtig erkennen
Entgegen damaligen Erwartungen garantierte die schiere Dimension keine absolute Genauigkeit, da atmosphärische Refraktion, thermische Ausdehnung des Mauerwerks und die Halbschattenunschärfe der Sonne natürliche Grenzen setzten. Al-Chudschandis These einer kontinuierlich abnehmenden Ekliptikschiefe muss daher im Kontext historischer Messungenauigkeiten und antiker Vergleichsdaten interpretiert werden.
Quellen
- McGill RASI: al-Khujandi — biographical encyclopedia entry and instrument evidence.
- MacTutor: al-Khujandi — mathematical and observational context.
- UNESCO: Heritage Sites of Astronomy and Archaeoastronomy — monumental instruments and astronomical heritage.





