
Rebiya Kadeer: Ein langer Weg des Kampfes für die Rechte der Uiguren und die Internationalisierung ihrer Anliegen
Eine umfassende Analyse des Lebenswegs von Rebiya Kadeer, bekannt als „Mutter der Uiguren“, und ihrer führenden Rolle bei der Internationalisierung der Frage Ostturkestans sowie der Verteidigung der islamischen Identität gegenüber systematischer Unterdrückung.
Artikelreferenz
Eine umfassende Analyse des Lebenswegs von Rebiya Kadeer, bekannt als „Mutter der Uiguren“, und ihrer führenden Rolle bei der Internationalisierung der Frage Ostturkestans sowie der Verteidigung der islamischen Identität gegenüber systematischer Unterdrückung.
- Eine umfassende Analyse des Lebenswegs von Rebiya Kadeer, bekannt als „Mutter der Uiguren“, und ihrer führenden Rolle bei der Internationalisierung der Frage Ostturkestans sowie der Verteidigung der islamischen Identität gegenüber systematischer Unterdrückung.
- Kategorie
- Erbe des Widerstands
- Autor
- Amo Gitau (@amo-gitau)
- Veröffentlicht
- 2. März 2026 um 19:37
- Aktualisiert
- 1. Mai 2026 um 17:20
- Zugriff
- Öffentlicher Artikel
Einleitung: Rebiya Kadeer – Eine Ikone des Widerstands gegen die Tyrannei
Rebiya Kadeer ist ein lebendiges Symbol für den Kampf des muslimischen uigurischen Volkes in Ostturkestan. Sie ist eine Frau, die sich von einer der erfolgreichsten Geschäftsfrauen Chinas zu einer unermüdlichen Menschenrechtsaktivistin auf der internationalen Bühne wandelte. Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die islamische Ummah erscheint die Geschichte von Rebiya Kadeer nicht nur als politischer Kampf, sondern als fortwährender Einsatz für den Erhalt der islamischen Identität und der kulturellen Existenz eines Volkes, das systematischer Auslöschung gegenübersteht. Ihr Weg verkörpert den Schrei der Unterdrückten in internationalen Foren und stellt das Gewissen der islamischen Welt vor die Verantwortung gegenüber ihren Glaubensgeschwistern, die unter religiöser und ethnischer Verfolgung leiden [Wikipedia](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGntV58-DM5YU5k8lWnhhCOxtQ9Jt90RURoy27TxV0m0rzgGMCxjp_hGMfgMIDmR9kbprUDdKSUI9B3ZO1G89G4HhzgwQGGQJHCDX0DcK_Grt-ncZBEHR-KJgkhPC6ibfziTrrCmA==).
Vom wirtschaftlichen Erfolg zur politischen Front
Rebiya Kadeer wurde 1946 in der Stadt Altay in Ostturkestan geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf. Doch ihr Ehrgeiz und ihr Wille ermöglichten es ihr, in den 1980er und 1990er Jahren ein riesiges Handelsimperium aufzubauen, wodurch sie zur reichsten Frau Chinas und Mitglied der Politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes wurde [Britannica](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGTgDZrZboy5ayjDlmYc1rwDvCkihtdzd5FSh83zg8inXEocfdXO9sOvB6l5UbzYn0MpC6dKft7wtfTZwd0wbeyqrfk5QhLojRrWag3RmvQSZpgTUGfcE8ODmsCUjxMVbnIiRYe-o8l5w==). Trotz ihres Erfolgs vergaß sie nie ihre islamischen Wurzeln und das Leid ihres Volkes. Sie gründete die „Tausend-Mütter-Bewegung“ (Thousand Mothers Movement), um uigurische Frauen wirtschaftlich zu stärken und ihre Kinder zu bilden – ein Ausdruck islamischer Solidarität in ihrer reinsten Form [Human Rights House](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGQYKOrPTqMZp-onj8EktcC-zPN0IGBWfy0SZ7dZCCWNbFyU9nAyQAxLakHqbdIy12wGDzEUienlZvy0numY16vtHZJ0SvN5MtBvPrW_5ca8CPCA8gwBrwunarj60xNl2ZcFlS1O8TK8eAwaINQph8_BangER3BMyzuck3yA_lu2duWbGk=).
Der Wendepunkt in ihrem Leben kam, als sie begann, die repressive chinesische Politik öffentlich zu kritisieren und die Achtung der religiösen und kulturellen Rechte der Uiguren forderte. 1999 wurde sie unter dem Vorwurf des „Verrats von Staatsgeheimnissen“ verhaftet, nachdem sie versucht hatte, Zeitungsberichte an ihren in den USA lebenden Ehemann zu senden. Sie wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, von denen sie sechs unter harten Bedingungen absaß, bevor sie 2005 auf internationalen Druck hin freigelassen wurde und ins Exil in die USA ging [Bush Center](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQExA3CqZfPLMbltVXx7hf7CzsDamzqOnGHu2-zSttOIGokIVFcud0NOzKtg8360cqvYjL1RXceeHoPnOl_4CD5mmPCYjO2jEIeTEZ7h2eYZP4QqDrhzF7f_LVLPzXDAmHfjLpWxpvihYiZJqD2NGN88sXEaqR1xfwakd0Sg_fp_Xc1sES9HQ7cySxLdcMqMP_xy).
Führung des Weltkongresses der Uiguren und Internationalisierung der Sache
Nach ihrer Ankunft in den USA übernahm Rebiya Kadeer den Vorsitz des Weltkongresses der Uiguren (WUC) und der Uyghur American Association. Sie arbeitete unermüdlich daran, das Augenmerk auf das zu lenken, was sie als „Völkermord“ an ihrem Volk bezeichnet. Aus islamischer Sicht betonte Kadeer stets, dass die uigurische Frage eine Frage der Glaubensfreiheit und der Menschenwürde sei. Moscheen würden angegriffen, das Fasten verboten und Muslime gezwungen, ihre Riten unter dem Deckmantel der „Sinisierung“ (Sinicization) aufzugeben [Amnesty](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQFgG4648sbzzOdxNt42bbT47w3XkFdPV10uTjHhc23WJOgpyK_gMSVeeJR2dF5zaBRn3btDn3NRpGPKBLnvNiOe-M2kuFwMqZY4c9JowJ1eivRctb4T7SSdnGun-T7HaJPPl6RSbwkWVRK9tx8xGqMLPOcPUqdIUL64-ybn8iK-oI8X1xPAC75dEgHZjzd9JtVXAa2jFq0fW1GD_XwT6ShSXjuHqMP7VJusKocScEuU4GoufpCTBgB-1OFBXBl9HrYPfHbRglii_uH8CfyBzGoe8jI=).
Während der Unruhen in Ürümqi im Jahr 2009 beschuldigten die chinesischen Behörden sie, die Ausschreitungen orchestriert zu haben, was sie entschieden zurückwies. Sie betonte, dass die Proteste eine natürliche Reaktion auf Jahrzehnte der Unterdrückung und wirtschaftlichen Diskriminierung waren [Wikipedia](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGntV58-DM5YU5k8lWnhhCOxtQ9Jt90RURoy27TxV0m0rzgGMCxjp_hGMfgMIDmR9kbprUDdKSUI9B3ZO1G89G4HhzgwQGGQJHCDX0DcK_Grt-ncZBEHR-KJgkhPC6ibfziTrrCmA==). Seitdem ist Rebiya eine unermüdliche Stimme bei den Vereinten Nationen und in europäischen Parlamenten geworden, die Sanktionen gegen die Verantwortlichen für die Internierungslager fordert, in denen Millionen von Muslimen festgehalten werden [UNPO](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQECd1mQ1_u-3Zm8KrZvQafWCAF29N-15WLzh3eldKEJ8n6w_ff55xvgEkb_zJQKUdJ3u3ohTgedDorpoCLtso8GxcKsoWubAvO-Y1YMCrd5KaYZtygsyoeAuxVGabGXnhK0gGYg_D4YY1vGYpXcB-c6DfGZDNnodRKkxtfLkpyBiqc73x-zO68=).
Jüngste Entwicklungen (2025-2026): Versuche der Gedächtnisauslöschung und transnationale Repression
In jüngsten Entwicklungen, die die Entschlossenheit der chinesischen Behörden widerspiegeln, das Erbe von Rebiya Kadeer auszulöschen, wurde Ende 2024 der Abriss des „Rebiya Kadeer Handelszentrums“ in Ürümqi bekannt. Dieses Wahrzeichen beherbergte hunderte uigurische Unternehmen. Kadeer bezeichnete diesen Schritt als verzweifelten Versuch, ihre Beiträge und die Geschichte ihres Volkes auszulöschen [VOA](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQFyXdY5NYznkNhbDH8FU3jRdM1o7gi_hEXUA2yjPNSEC44xFypL3qHngf_Dt7GJ-QTFQvHaZcgYituog7KSp4NjdSrEW0bG7fTsnlH2DUppQMZw3R4mLs0e_-NiImS-HcRnsDVwdvwEyBv-p4uYEtkDV7jYYsFayC-y9SFFfCNubhjdBytvt6K1xZNOec0k78lGKaAM6eLlbzE=).
Im Rahmen ihres fortwährenden Kampfes traf sich Rebiya Kadeer im Dezember 2025 mit dem Vorsitzenden des Südmongolei-Kongresses, um die internationale Zusammenarbeit gegen die Politik der Zwangsassimilierung zu stärken [South Mongolia Congress](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGBwg_urjveZLsVpwkcjBEy_QzZ-bSYMkI6TfNht_flSM7KrsjPGlU_j5xZdOSA1KvsrxYEqpErLlzgPKfXyXgOTrQUBQ8B-eS84S1kF6zy-llfLi7MXDgrKV7n). Zudem gab es im Februar 2026 intensive Aktivitäten des Weltkongresses der Uiguren, bei denen den Vereinten Nationen Berichte über transnationale Repression vorgelegt wurden, einschließlich der Abschiebung von 40 uigurischen Männern von Thailand nach China – ein Vorgang, den UN-Experten als eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichneten [OHCHR](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQEuAuEV6rkoDPrbAGgFq4Mk2-Ph9jSu_nxOeHOKvRU1sDSFv_LJ2NOQcAK5hM7FzZgyvPq1dCV2_P3xJJJ8M1V3_HbQQt3_EeCgj4XbQ9TcYY-lUd_RvksD94vl1NdSsKdJySgtnSJQ2Ho7ZB8nYuqkc4sZjuJAye1opj9l69ulzGv-hDYDBKmExfh8uZgIlUVoAlipi1kEKNn69iq1CAfed5R9KMqVpVKNT3_sd1iVh8g6d6mB) [HRW](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGQGXr5upFc07i8fZOsYmldHji_xGGwKzI7_BFYsVpCir_xUc-FNeX4fWSqxRZdTspml-3GCPCij7qYkJux7RR8QdXrVi1m-Qm3uaLDqVfA3xTT_u-soXAR--gZI7-tfPhUv8Kx3RBdWpezSNxUlc9qrcmY1LRXrbdsfScNq4iU4JbTwX3fPg5kYLmKRXg0urLONp5p8Tg=).
Die uigurische Frage im Licht der islamischen Ummah: Die Pflicht zur Solidarität
Aus einer authentischen islamischen Perspektive lässt sich der Kampf von Rebiya Kadeer nicht vom Konzept des „einzigen Körpers“ der Ummah trennen. Während die muslimische Bevölkerung in Ostturkestan unter dem Abriss von Moscheen und deren Umwandlung in Touristenattraktionen oder Parteizentren leidet, bleibt die offizielle Haltung einiger islamischer Staaten und der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) Gegenstand breiter Kritik von Aktivisten. Im Januar 2026 drückte der Weltkongress der Uiguren sein Bedauern darüber aus, dass die uigurische Frage während des Besuchs des OIC-Generalsekretärs in Peking nicht erwähnt wurde. Das Schweigen zu diesen Verbrechen schwäche das Ansehen der Ummah und die Prinzipien der islamischen Gerechtigkeit [World Uyghur Congress](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQEVu0Y2rHYVxw1DNJwudjvYsMER92Ur2R3m0RcyzAtOWSe8943MT4-JJNOFaBwhoFWoOKV8mDNZ8Wu-5b4Bi1stLASLb2_lUkmAHyBFTZTcAKiKc-39ZiFzHl36Coa_T0tm8tu7auwu5z9anP2HhsZdIASgCxjUwBq242KJFC16iXf-zS7_fhUxTMLfBqDlaJVIJT2xZMOa4cG_-Neaqwl7LM_ArqqBimDrAHx3PFxX1BTIiRVz6qqjEPGPPw3K5oHWP95WtpIjgo3jyhBhklHi-Ull1VMv6T0=).
Rebiya Kadeer erinnert die Muslime durch ihren ständigen Appell daran, dass die Verteidigung der Uiguren die Verteidigung des Islam selbst in diesem Teil der Welt ist. Sie betont, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten des Glaubens und der Würde gehen darf und dass „Ostturkestan“ ein untrennbarer Teil des islamischen Bewusstseins bleiben wird, egal wie lange die Besatzung andauert [Bush Center](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGcfU4-ywDrjv83No5iASTY7uzf08kFoeZ_NVn3YwrqUbNljW9Ll2SJgQujYse2d6RxHbnVK5XnLepUTIPM7Gw8X2bauaYM-JGtBO6NT4v-CYcui-8FzIaiY7ZYze0hHPILnppvYlI8LDC9iXs703G8ez30mKH6NrWW0oZgvws4ed1y-DVgrA==).
Fazit: Das Erbe der „Mutter der Uiguren“ und die Zukunft der Sache
Trotz ihres fortgeschrittenen Alters (79 Jahre) bleibt Rebiya Kadeer eine unermüdliche Flamme im Kampf für die Rechte ihres Volkes. Ihre Geschichte ist geprägt von enormen persönlichen Opfern; mehrere ihrer Kinder und Verwandten befinden sich in China weiterhin in Haft, um Druck auf sie auszuüben, doch sie weigert sich zu schweigen [Britannica](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGTgDZrZboy5ayjDlmYc1rwDvCkihtdzd5FSh83zg8inXEocfdXO9sOvB6l5UbzYn0MpC6dKft7wtfTZwd0wbeyqrfk5QhLojRrWag3RmvQSZpgTUGfcE8ODmsCUjxMVbnIiRYe-o8l5w==). Für die islamische Ummah stellt Rebiya Kadeer ein Vorbild für die muslimische Frau dar, die sich nicht vom Glanz der Welt blenden ließ, sondern alles einsetzte, um den Unterdrückten beizustehen. Die Zukunft der uigurischen Sache hängt maßgeblich von der Fortführung dieses Kampfgeistes und der Wachsamkeit des globalen und islamischen Gewissens ab, um eine der schrecklichsten Tragödien der Neuzeit zu beenden.
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