
Gemeinsame Erklärung der uigurischen Verbände in Kanada und Frankreich: Aufruf zur internationalen Aufmerksamkeit für Menschenrechte und zum Schutz der uigurischen Gemeinschaft
Die uigurischen Verbände Kanadas und Frankreichs haben zeitgleich in Ottawa und Paris eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin fordern sie die globale muslimische Gemeinschaft und die internationale Gemeinschaft auf, entschlossen gegen die anhaltende Verfolgung der Uiguren in Ostturkestan vorzugehen und gemeinsam gegen transnationale Repression Widerstand zu leisten.
Artikelreferenz
Die uigurischen Verbände Kanadas und Frankreichs haben zeitgleich in Ottawa und Paris eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin fordern sie die globale muslimische Gemeinschaft und die internationale Gemeinschaft auf, entschlossen gegen die anhaltende Verfolgung der Uiguren in Ostturkestan vorzugehen und gemeinsam gegen transnationale Repression Widerstand zu leisten.
- Die uigurischen Verbände Kanadas und Frankreichs haben zeitgleich in Ottawa und Paris eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht.
- Darin fordern sie die globale muslimische Gemeinschaft und die internationale Gemeinschaft auf, entschlossen gegen die anhaltende Verfolgung der Uiguren in Ostturkestan vorzugehen und gemeinsam gegen transnationale Repression Widerstand zu leisten.
- Kategorie
- Erbe des Widerstands
- Autor
- Ela Abbas (@elaabbas)
- Veröffentlicht
- 3. März 2026 um 03:21
- Aktualisiert
- 3. Mai 2026 um 04:57
- Zugriff
- Öffentlicher Artikel
Einleitung: Der Ruf der Umma und die Prüfung der Gerechtigkeit
Im Frühjahr 2026, einer Zeit des Umbruchs und Wandels, hört die globale muslimische Gemeinschaft (Umma) erneut die Klagerufe ihrer Brüder und Schwestern aus Ostturkestan. Kürzlich haben die Uyghur Association of Canada (UAC) und die Association des Ouïghours de France (AOF) zeitgleich in Ottawa und Paris eine historische gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Diese Erklärung ist nicht nur eine Anklage gegen eine Menschenrechtskrise, sondern auch ein eindringlicher Appell an die Kräfte der globalen Gerechtigkeit, insbesondere an die muslimische Welt. Als Glaubensgemeinschaft müssen wir erkennen, dass das Leid der Uiguren nicht nur ein geopolitisches Machtspiel ist, sondern eine ernsthafte Herausforderung für die Kernlehren von „Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Solidarität“ im Islam darstellt [World Uyghur Congress](https://www.uyghurcongress.org).
Kern der gemeinsamen Erklärung: Verteidigung des Rechts auf Glauben und Existenz
Die gemeinsame Erklärung führt detailliert die systematische Unterdrückung auf, der die uigurische Gemeinschaft in den letzten Jahren ausgesetzt war. Es wird darauf hingewiesen, dass trotz zahlreicher internationaler Resolutionen der kulturelle Genozid und die religiösen Einschränkungen gegen die Uiguren nicht aufgehört haben. In Ostturkestan werden Moscheen zerstört oder umgewandelt, Korane beschlagnahmt und das Fasten im Ramadan als Zeichen von „Extremismus“ gewertet. Der Vorsitzende der Uyghur Association of Canada betonte auf der Pressekonferenz: „Wir kämpfen nicht nur für politische Rechte; wir kämpfen für unser Recht, als Muslime zu existieren.“ [Uyghur Human Rights Project](https://uhrp.org)
Die Erklärung fordert die internationale Gemeinschaft zu folgenden konkreten Maßnahmen auf: 1. **Anerkennung des Völkermords**: Staaten, die das Vorgehen gegen die Uiguren noch nicht offiziell als „Völkermord“ anerkannt haben, werden aufgefordert, dies umgehend zu tun. 2. **Stopp der Zwangsarbeit**: Die globalen Lieferketten müssen vollständig von uigurischer Zwangsarbeit befreit werden, insbesondere in der Baumwoll-, Tomaten- und Polysiliziumindustrie [Human Rights Watch](https://www.hrw.org). 3. **Schutz der Diaspora**: Die Regierungen Kanadas und Frankreichs werden aufgefordert, ihre Gesetzgebung zu verschärfen, um transnationale Repression gegen uigurische Aktivisten streng zu bekämpfen.
Transnationale Repression: Der lange Arm in westliche Demokratien
Ein Schwerpunkt dieser gemeinsamen Erklärung ist die „transnationale Repression“. Die Association des Ouïghours de France wies darauf hin, dass uigurische Studenten und Flüchtlinge in Städten wie Paris und Lyon häufig Drohanrufe von inländischen Sicherheitsbehörden erhalten, in denen sie aufgefordert werden, Landsleute zu überwachen oder die Teilnahme an Protesten einzustellen. Diese „langarmige Gerichtsbarkeit“ verletzt die rechtliche Integrität souveräner Staaten schwerwiegend und versetzt muslimische Brüder in der freien Welt in beispiellose Angst [Radio Free Asia](https://www.rfa.org/english/news/uyghur).
In Kanada existieren ähnliche Bedrohungen. Jüngste Berichte des kanadischen Sicherheitsdienstes (CSIS) bestätigen die Infiltration der uigurischen Gemeinschaft durch ausländische Mächte. Die gemeinsame Erklärung fordert die Regierungen Kanadas und Frankreichs auf, spezielle Schutzmechanismen einzurichten, um sicherzustellen, dass Uiguren bei der Ausübung ihrer Meinungs- und Religionsfreiheit nicht durch externe Kräfte eingeschüchtert werden. Dies dient nicht nur dem Schutz einer Minderheit, sondern ist ein Grundpfeiler zur Wahrung der demokratischen Gesellschaft [CBC News](https://www.cbc.ca).
Die Verantwortung der muslimischen Welt: Vom Schweigen zum Erwachen
Als Muslime müssen wir reflektieren: Warum haben einige Regierungen muslimisch geprägter Länder angesichts einer so massiven Verfolgung ihrer Glaubensgeschwister geschwiegen oder die Täter auf internationaler Bühne sogar verteidigt? Dieses Verhalten, das kurzfristige wirtschaftliche Interessen über Glaubensprinzipien stellt, ist ein Verrat an der heiligen Lehre, dass „alle Muslime Brüder sind“.
Dennoch sehen wir Hoffnung. In den letzten Jahren hat sich das Bewusstsein unter muslimischen Bürgern weltweit beschleunigt. Von London bis Jakarta, von Istanbul bis Toronto drücken einfache Muslime ihre Unterstützung durch den Boykott betroffener Produkte, die Organisation von Spenden und Demonstrationen aus. Die gemeinsame Erklärung dankt insbesondere jenen muslimischen Gelehrten und Nichtregierungsorganisationen, die diplomatischem Druck standgehalten und ihre Stimme für die Uiguren erhoben haben. Es wird betont, dass die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) ihre eigentliche Rolle wahrnehmen sollte: kein Werkzeug politischer Spiele zu sein, sondern ein fester Schild zur Verteidigung muslimischer Rechte [Al Jazeera](https://www.aljazeera.com).
Rechtliche und wirtschaftliche Sanktionen: Den Nährboden der Verfolgung entziehen
Die Erklärung erörtert eingehend die entscheidende Rolle wirtschaftlicher Mittel beim Schutz der Menschenrechte. Mit der vollständigen Umsetzung des kanadischen Gesetzes gegen Zwangsarbeit (Bill S-211) und der Förderung entsprechender EU-Lieferkettenrichtlinien fordern die uigurischen Verbände die Wirtschaft auf, ihre moralische Verantwortung wahrzunehmen. Muslimische Verbraucher werden ermutigt, auch die ethischen Fragen hinter der „Halal-Zertifizierung“ zu beachten – wenn die Produktion eines Gutes die Versklavung von Glaubensgeschwistern beinhaltet, ist es moralisch keineswegs „Halal“ [The Guardian](https://www.theguardian.com).
Darüber hinaus drängt die Erklärung den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), Ermittlungen gegen die Verantwortlichen einzuleiten. Trotz Herausforderungen bei der Zuständigkeit weisen Rechtsexperten darauf hin, dass durch das Sammeln von Zeugenaussagen von Opfern im Ausland dennoch starke rechtliche Klagen aufgebaut werden können. Dies dient nicht nur der Suche nach Gerechtigkeit, sondern soll der Welt verkünden: Jede Gräueltat gegen eine Glaubensgemeinschaft wird letztendlich vor Gericht gebracht.
Fazit: Die Gerechtigkeit wird siegen
Die gemeinsame Erklärung der uigurischen Verbände Kanadas und Frankreichs ist ein Lichtstrahl in der Dunkelheit. Sie erinnert uns daran, dass der Widerstand nicht aufhören wird, solange der Glaube lebt. Als Teil der globalen Umma haben wir die Verantwortung, die Wahrheit zu verbreiten, der Opfer in unseren Gebeten zu gedenken und ihre gerechte Sache durch Taten zu unterstützen.
Wie es im Koran heißt: „Helft einander zur Güte und Gottesfurcht, doch helft einander nicht zur Sünde und Übertretung“ (5:2). Der Kampf der Uiguren ist ein Kampf für das Gewissen der gesamten Menschheit und eine unaufschiebbare Mission für jeden Muslim. Die internationale Gemeinschaft muss diese gemeinsame Stimme aus Ottawa und Paris hören und mit praktischen Maßnahmen die legitimen Rechte der uigurischen Gemeinschaft schützen, damit das Licht der Gerechtigkeit jeden Winkel Ostturkestans erreicht.
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