Französische Uiguren-Vereinigung leitet neue internationale Advocacy-Kampagne zur weltweiten Sensibilisierung für die anhaltende humanitäre Krise und Menschenrechtsverletzungen

Französische Uiguren-Vereinigung leitet neue internationale Advocacy-Kampagne zur weltweiten Sensibilisierung für die anhaltende humanitäre Krise und Menschenrechtsverletzungen

richie chie@richie-chie
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Die Französische Uiguren-Vereinigung hat eine große internationale Kampagne gestartet, um die globale Ummah und westliche Mächte gegen die systematische Verfolgung der uigurischen Muslime zu mobilisieren, zeitgleich mit Frankreichs G7-Präsidentschaft 2026.

Artikelreferenz

Die Französische Uiguren-Vereinigung hat eine große internationale Kampagne gestartet, um die globale Ummah und westliche Mächte gegen die systematische Verfolgung der uigurischen Muslime zu mobilisieren, zeitgleich mit Frankreichs G7-Präsidentschaft 2026.

  • Die Französische Uiguren-Vereinigung hat eine große internationale Kampagne gestartet, um die globale Ummah und westliche Mächte gegen die systematische Verfolgung der uigurischen Muslime zu mobilisieren, zeitgleich mit Frankreichs G7-Präsidentschaft 2026.
Kategorie
Erbe des Widerstands
Autor
richie chie (@richie-chie)
Veröffentlicht
1. März 2026 um 12:34
Aktualisiert
1. Mai 2026 um 17:48
Zugriff
Öffentlicher Artikel

Ein neues Zentrum des Widerstands: Die Pariser Offensive

Während sich die globale muslimische Gemeinschaft auf den heiligen Monat Ramadan vorbereitet, haben die Französische Uiguren-Vereinigung (Association des Ouïghours de France) und ihr operativer Arm, das Europäische Uiguren-Institut (IODE), eine neue internationale Advocacy-Kampagne eingeleitet. Diese zielt darauf ab, das Schweigen über den anhaltenden Genozid in Ostturkestan zu brechen. Die Initiative folgt auf die historische Eröffnung des neuen Hauptquartiers des Instituts im Herzen von Paris am 20. Januar 2026 – ein Meilenstein, der sowohl als Zufluchtsort für die Diaspora als auch als Kommandozentrale für die globale Mobilisierung dient [Quelle](https://www.hrw.org/news/2026/02/18/china-officials-pressuring-uyghurs-france).

Unter der Leitung von Dr. Dilnur Reyhan versucht die Kampagne, Frankreichs G7-Präsidentschaft 2026 zu nutzen, um die Uiguren-Krise an die Spitze der internationalen Agenda zu setzen. Die Vereinigung hat Präsident Emmanuel Macron aufgefordert, den bevorstehenden G7-Gipfel in Évian-les-Bains, der für den 15. bis 17. Juni 2026 geplant ist, zu nutzen, um eine koordinierte demokratische Antwort auf die Gräueltaten Pekings anzuführen [Quelle](https://focus2030.org/G7-France-2026-Focus-on-development-issues-understanding-the-challenges). Aus muslimischer Sicht stellt diese Kampagne einen entscheidenden Versuch dar, das Narrativ über das Leid der Ummah von geopolitischen Handelsinteressen zurückzufordern. Sie unterstreicht, dass die Unantastbarkeit muslimischen Lebens und Glaubens nicht gegen wirtschaftliche Stabilität eingetauscht werden darf.

Der rechtliche und diplomatische Dschihad: Unterdrücker zur Rechenschaft ziehen

Die Kampagne 2026 ist nicht nur rhetorischer Natur; sie wurzelt in einer ausgefeilten rechtlichen und diplomatischen Offensive. Die Französische Uiguren-Vereinigung hat in Abstimmung mit dem Weltkongress der Uiguren (WUC) ihre Bemühungen um Gerechtigkeit vor europäischen Gerichten intensiviert. Jüngste Klagen in Paris und Spanien richten sich gegen chinesische Überwachungsgiganten wie Hikvision und Dahua, deren Technologie maßgeblich zur Masseninternierung und digitalen Versklavung von Millionen Gläubigen beiträgt [Quelle](https://www.uyghurcongress.org/en/weekly-brief-20-february-2026/).

Darüber hinaus war die Vereinigung maßgeblich daran beteiligt, auf die Durchsetzung der Resolution des französischen Senats aus dem Jahr 2023 zu drängen, die den Import von Produkten aus Zwangsarbeit verbietet [Quelle](https://www.publicsenat.fr/actualites/parlementaire/ouighours-le-senat-adopte-une-resolution-pour-interdire-limportation-en-europe-de-produits-issus-du-travail-force). Dieser wirtschaftliche Druck wird von der Diaspora als eine notwendige Form des „finanziellen Dschihads“ gegen ein Regime angesehen, das von der Versklavung der Gläubigen profitiert. Durch die gezielte Ansprache der Lieferketten globaler Marken will die Kampagne die Kosten der Mitschuld am Genozid für den Westen untragbar machen.

Die moralische Krise der Ummah: Ein Appell an die globale muslimische Gemeinschaft

Ein zentraler Pfeiler der neuen Kampagne ist ein direkter Appell an die weltweite muslimische Gemeinschaft, insbesondere im Hinblick auf den bevorstehenden Ramadan. Die Französische Uiguren-Vereinigung hat den „Krieg gegen den Islam“ hervorgehoben, der in Ostturkestan geführt wird, wo Fasten, Gebet und der Besitz des Korans als kriminelle Akte des „Extremismus“ behandelt werden [Quelle](https://campaignforuyghurs.org/cfu-calls-for-global-action-as-uyghurs-face-another-ramadan-under-genocide/). Berichte von Anfang 2026 deuten darauf hin, dass die chinesischen Behörden die Überwachung in der Zeit vor dem Ramadan intensiviert haben und von den Uiguren Videobeweise verlangen, dass sie das Fasten nicht einhalten [Quelle](https://campaignforuyghurs.org/cfu-calls-for-global-action-as-uyghurs-face-another-ramadan-under-genocide/).

Diese Realität stellt eine tiefgreifende moralische Herausforderung für die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und muslimisch geprägte Nationen dar. Die Französische Uiguren-Vereinigung hat sich dem WUC angeschlossen und die fortgesetzte Angleichung der OIC an das Narrativ Pekings verurteilt, was als Verrat an den Prinzipien der islamischen Solidarität bezeichnet wurde [Quelle](https://www.uyghurcongress.org/en/weekly-brief-30-january-2026/). Die Kampagne fordert die Ummah auf, über symbolische Gesten hinauszugehen und konkrete Maßnahmen zu ergreifen, wie den Boykott von Produkten aus Zwangsarbeit und Druck auf ihre jeweiligen Regierungen, die Abschiebung uigurischer Flüchtlinge zu stoppen – wie im tragischen Fall von 40 Männern, die im Februar 2025 aus Thailand abgeschoben wurden und deren Schicksal bis heute ungeklärt ist [Quelle](https://www.hrw.org/news/2026/02/25/unknown-fate-uyghurs-deported-thailand-china).

Konfrontation mit transnationaler Repression auf französischem Boden

Die Kampagne befasst sich auch mit der eskalierenden Bedrohung durch transnationale Repression. Im Februar 2026 dokumentierte Human Rights Watch Versuche chinesischer Beamter, in Frankreich lebende Uiguren dazu zu zwingen, ihre eigene Gemeinschaft auszuspionieren [Quelle](https://www.hrw.org/news/2026/02/18/china-officials-pressuring-uyghurs-france). Aktivisten wie Abdurahman Tohti und Mirkamel Tourghoun berichteten von Drohanrufen von Beamten aus Ürümqi, die Kontakt zu verschwundenen Familienmitgliedern im Austausch für Informationen über das Europäische Uiguren-Institut anboten [Quelle](https://www.hrw.org/news/2026/02/18/china-officials-pressuring-uyghurs-france).

Als Reaktion darauf hat die Französische Uiguren-Vereinigung erneut Klagen vor Pariser Gerichten eingereicht. Darin wird behauptet, dass die chinesische Botschaft Angriffe auf friedliche Proteste orchestriert und versucht habe, Überlebende der Lager wie Gulbahar Jelilova zu entführen [Quelle](https://www.rfa.org/english/news/uyghur/uyghur-france-transnational-repression-case-03172025161031.html). Dieser Kampf um Sicherheit im Exil ist ein Zeugnis für die Widerstandsfähigkeit des uigurischen Geistes. Für die muslimische Gemeinschaft in Frankreich ist dies nicht nur ein außenpolitisches Thema, sondern ein Anliegen der inneren Sicherheit, da der lange Arm eines völkermörderischen Regimes die Grundrechte französischer Bürger und Einwohner bedroht.

Fazit: Der Weg zur Befreiung

Die neue internationale Advocacy-Kampagne der Französischen Uiguren-Vereinigung markiert einen Wendepunkt im globalen Kampf für Ostturkestan. Durch die Kombination von Basismobilisierung, juristischer Kriegsführung und hochrangiger Diplomatie zwingt die Vereinigung die Welt dazu, sich einer Krise zu stellen, die viele lieber ignorieren würden. Während der G7-Gipfel näher rückt und der Monat Ramadan beginnt, ist die Botschaft aus Paris klar: Das uigurische Volk wird nicht schweigen, und die globale Ummah muss entscheiden, ob sie den Unterdrückten beisteht oder durch ihr Schweigen mitschuldig bleibt. Der Kampf für die Uiguren ist der Kampf um die Seele der internationalen Ordnung und die Integrität der muslimischen Welt.

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