
Australischer Uiguren-Verband fordert internationale Gemeinschaft zu dringenden Maßnahmen zum Schutz der Menschenrechte und Freiheiten der Uiguren auf
Der Australische Uiguren-Verband (AUA) hat die internationale Gemeinschaft und muslimische Länder aufgefordert, praktische Maßnahmen zu ergreifen, um die Unterdrückung in Ostturkestan zu beenden.
Artikelreferenz
Der Australische Uiguren-Verband (AUA) hat die internationale Gemeinschaft und muslimische Länder aufgefordert, praktische Maßnahmen zu ergreifen, um die Unterdrückung in Ostturkestan zu beenden.
- Der Australische Uiguren-Verband (AUA) hat die internationale Gemeinschaft und muslimische Länder aufgefordert, praktische Maßnahmen zu ergreifen, um die Unterdrückung in Ostturkestan zu beenden.
- Kategorie
- Erbe des Widerstands
- Autor
- Manali Chavan (@manalichavan)
- Veröffentlicht
- 27. Februar 2026 um 12:24
- Aktualisiert
- 5. Mai 2026 um 09:47
- Zugriff
- Öffentlicher Artikel
Einleitung: Der Ruf einer unterdrückten Ummah
Am 25. Februar 2026 veröffentlichte der Australische Uiguren-Verband (AUA) eine Erklärung, in der er die internationale Gemeinschaft und insbesondere die islamische Welt aufforderte, dringende und praktische Maßnahmen zu ergreifen, um den Völkermord an den uigurischen Muslimen in Ostturkestan zu stoppen. Dieser Aufruf erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die chinesische Regierung ihre Politik zur Auslöschung der islamischen Identität und zur Zwangsarbeit in der Region weiter verschärft hat. Der Australische Uiguren-Verband betonte, dass die Tragödie, mit der die Uiguren konfrontiert sind, nicht nur das Problem einer einzelnen Nation ist, sondern einen schweren Angriff auf die Ehre und die menschliche Würde der gesamten islamischen Ummah darstellt [Source](https://www.campaignforuyghurs.org).
Das Schweigen der islamischen Welt und die Verantwortung der Ummah
In seiner Erklärung kritisierte der Australische Uiguren-Verband die jüngste Haltung der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) scharf. Im Januar 2026 traf sich der Generalsekretär der OIC in Peking mit chinesischen Beamten und drückte seine Unterstützung für Chinas Politik in Ostturkestan aus [Source](https://www.uyghurstudy.org). Diese Haltung hat unter uigurischen Muslimen tiefe Enttäuschung und Empörung ausgelöst.
Nach islamischen Werten ist das Leid eines Muslims der Schmerz der gesamten Ummah. Der Australische Uiguren-Verband forderte die muslimischen Länder auf, Chinas wirtschaftliche Interessen nicht über das Leben ihrer religiösen Geschwister zu stellen. In der Erklärung wurde betont, dass Chinas Politik der „Sinisierung des Islam“ religionsfeindliche Handlungen wie das Umschreiben des Korans, den Abriss von Moscheen und das Verbot des Fastens umfasst, was einen offenen Krieg gegen den Islam darstellt [Source](https://www.campaignforuyghurs.org).
Forderungen an die australische Regierung und rechtliche Lücken
Der Australische Uiguren-Verband fordert von der australischen Bundesregierung die Verabschiedung spezieller Gesetze zum Verbot von Produkten aus uigurischer Zwangsarbeit. Im Februar 2026 warnte der australische Kommissar gegen moderne Sklaverei, Chris Evans, dass Australien zu einer „Mülldeponie“ für Produkte aus Zwangsarbeit geworden sei [Source](https://www.business-humanrights.org). Während Länder wie die USA mit dem „Uyghur Forced Labor Prevention Act“ (UFLPA) strenge Maßnahmen ergreifen, steht Australien in der Kritik, da es noch immer keinen wirksamen Verbotsmechanismus besitzt.
Der Verband forderte zudem eine Stärkung der Rolle der 2025 im australischen Parlament gegründeten „Allparteien-Parlamentsgruppe für Uiguren“ (AAPPGU) und verlangte Sanktionen gegen chinesische Beamte nach dem „Magnitsky-Gesetz“ [Source](https://www.rfa.org). Diese Gruppe gilt als wichtige Plattform, um der Stimme der Uiguren im Parlament Gehör zu verschaffen und den Einflussaktivitäten Chinas in Australien entgegenzuwirken.
Religiöse Unterdrückung in Ostturkestan und Ramadan-Einschränkungen
Angesichts des herannahenden Ramadan 2026 äußerte der Australische Uiguren-Verband große Besorgnis über die Lage der Muslime in der Region. Während des Ramadan 2025 wurde bekannt, dass die chinesischen Behörden Uiguren dazu zwangen, täglich per Video zu beweisen, dass sie nicht fasteten [Source](https://www.campaignforuyghurs.org). Fasten oder Beten wird als „religiöser Extremismus“ eingestuft und führt zur Inhaftierung in Lagern.
Darüber hinaus stellt die Umwandlung von Moscheen in Touristenattraktionen oder deren vollständiger Abriss sowie die Zerstörung islamischer Friedhöfe durch die chinesische Regierung eine schwere Beleidigung des kulturellen Erbes der Ummah dar. Der Australische Uiguren-Verband rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, angesichts dieses kulturellen und religiösen Völkermords nicht länger zu schweigen [Source](https://www.uyghurstudy.org).
Internationale Abschiebungen und die Flüchtlingsproblematik
Der Australische Uiguren-Verband machte zudem auf die Gefahr von Zwangsabschiebungen uigurischer Flüchtlinge aus Drittländern nach China aufmerksam. Anfang 2025 sorgten Berichte für internationales Aufsehen, wonach Thailand 40 Uiguren, die dort über zehn Jahre inhaftiert waren, gewaltsam an China ausgeliefert hatte [Source](https://www.refugeecouncil.org.au). Der Verband forderte die australische Regierung auf, die Aufnahme von gefährdeten Uiguren aus der Türkei, Thailand und Zentralasien zu verstärken.
Fazit: Einigkeit für Gerechtigkeit
Dieser dringende Appell des Australischen Uiguren-Verbandes verdeutlicht, dass die Unterdrückung in Ostturkestan unvermindert anhält und dass die internationale Gemeinschaft, insbesondere die muslimische Welt, mehr Verantwortung übernehmen muss. Es ist die Pflicht jedes Muslims und jedes gewissenhaften Menschen, für Gerechtigkeit einzutreten und sich gegen Unterdrückung zu wehren. Wie der Australische Uiguren-Verband betonte: „Heute über die Uiguren zu schweigen, ebnet den Weg für die Unterdrückung eines anderen muslimischen Volkes von morgen.“ Die internationale Gemeinschaft muss dem wirtschaftlichen Druck Chinas standhalten und praktische Schritte zum Schutz der Menschenrechte und der Religionsfreiheit unternehmen.
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